Ausstellung Verschwörungstheorien: Aufforderung zum betreuten Denken im Kloster Dalheim

Ausstellung Verschwörungstheorien: Aufforderung zum betreuten Denken im Kloster Dalheim

Alle Verschwörungstheorien sind umkehrbar, das heißt, man hat nicht in jedem Fall Gewissheit, was Fakten und was Verschwörungstheorien sind. Eigentlich ein guter Ansatz für eine Ausstellung zu diesem Thema, wie sie gerade im Kloster Dalheim stattfindet. Umfassende Sachinformationen für den Besucher, allgemeingültige Kriterien für Verschwörungstheorien aller Art und die Aufforderung an den Besucher, sich gut informiert eine Meinung zu bilden. So könnte es sein, leider gibt man aber in der Ausstellung im Kloster Dalheim dem Besucher vor, was er denken soll.

Beginnen wir mit dem Thema Hexenverfolgung: Aus heutiger Sicht sind wir sicher, dass es Hexen nicht gegeben haben kann. Wir können also davon ausgehen, dass deren Verfolgung auf der Grundlage einer Verschwörungstheorie und gezielter Panikmache stattfand.

Hieran können exemplarisch die Umstände betrachtet werden, die das völlig irrationale und menschenverachtende Handeln begünstigten, dem seinerzeit Tausende unschuldiger Menschen zum Opfer fielen.

Im Mittelpunkt des Handelns der vermeintlichen Hexen stand der Schadenszauber, also die vermeintliche Erzeugung von Hagel, Regen, Schnee und Sturm, Vernichtung der Ernte und Schädigung der Nahrung. Die Machenschaften der Hexensekte, aus Männern und vorwiegend Frauen bestehend, wurden als eine gefährliche Verschwörung angesehen, weil diese einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten. Die Hexensekte war für die Zeitgenossen beängstigend, weil sie als Vorbote des nahen Weltuntergangs galt. Begünstigt wurde diese gesellschaftliche Stimmung durch vermehrte katastrophale Ereignisse wie Kriege, Epidemien und eine nachhaltige Klimaveränderung, die sogenannte kleine Eiszeit (ca. 1350 – ca. 1850). Angesichts solcher Katastrophen und der Instabilität der herrschenden Ordnung sahen sich vorrangig die kirchlichen Eliten von zahlreichen Feinden des Glaubens bedroht. Die Diffamierung von vorwiegend Frauen als Hexen gilt heute als geistiges Produkt eben dieser Eliten.

Verschwörungstheorien wie auch die des Hexenwahns weisen im historischen Überblick gewisse Konstanten auf:

  • Sie treten in Zeiten politischer, sozialer und wirtschaftlicher Umbrüche auf.
  • Sie richten sich oft gegen Randgruppen.
  • Sie liefern eine einfache Erklärung für schwer verständliche Sachverhalte.
  • Ihnen liegt ein dualistisches Weltbild zugrunde, die Einteilung der Welt demnach in Gut und Böse, sie wirken dadurch auch identitätsstiftend.
  • Im schlimmsten Falle werden Verschwörungstheorien zur Rechtfertigung von Herrschafts-, Unterdrückungs- oder Vernichtungsmaßnahmen genutzt.

Die Ausstellung befasst sich natürlich auch mit dem angeblich „menschengemachten“ Klimawandel und ergreift einseitig Partei für dessen Befürworter, leitet also die Besucher an, ausschließlich in die gewünschte Richtung zu denken. Diese Vorgehensweise bevormundet nicht nur den Besucher, sie ist außerdem unwissenschaftlich, denn die Maßgeblichkeit des menschengemachten Anteils am Klimawandels ist bis heute völlig ungeklärt. Gleichzeitig werden alle, die am menschlichen Einfluss auf das Klima zweifeln, als Klimaleugner diffamiert.

Schon der Begriff „Leugner“ offenbart in seiner Verkürzung die Absicht zur Indoktrination und Manipulation. Naturgegebenheiten, denen sich niemand entziehen kann, kann man grundsätzlich nicht leugnen.

Welche der oben aufgelisteten Konstanten für Verschwörungstheorien treffen also für den Klimawechselwahn zu?

Wir befinden uns in Zeiten politischer, sozialer und wirtschaftlicher Umbrüche.

Die sogenannten Klimaleugner werden als Randgruppe dargestellt, nämlich als nur 3% aller Wissenschaftler.

CO2 liefert eine scheinbar einfache Erklärung für die komplexen Zusammenhänge des Klimas.

Ein dualistisches Weltbild wird aufgebaut: Die „Guten“ gehen zur Klimarettung auf die Straße oder blockieren Transportwege und Produktionsanlagen, die „Bösen“ leugnen jede Art von Klimawandel.

Je hemmungsloser und allgegenwärtiger die Warnungen vor dem vermeintlich unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang durch die „menschengemachte Klimakatastrophe“ in der Öffentlichkeit werden, umso mehr werden zuvor als radikal oder undenkbar angesehene Positionen zu solchen, die als akzeptabel, vernünftig oder gar als populär gelten. Dies reicht von der CO2-Steuer, die im Kern einer Besteuerung von Atemluft gleichkommt, über alle erdenklichen grünen Verbotsideen bis hin zu Vorstellungen, die den Kern der Menschenwürde infrage stellen.

Die mittelalterliche Bedrohung durch den Teufel, die zur Rechtfertigung zum Beispiel der Hexenverbrennung genutzt wurde, wird heute ersetzt durch den anthropogenen Klimawandel, der im Sinne der Definition einer Verschwörungstheorie eine unzulässige Vereinfachung der komplexen Klimarealität darstellt und in den sogenannten Klimaleugnern neue Feinde sieht, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt.

Wie ist es dann mit der umfassenden Sachinformation für den Besucher bestellt?

Al Gore wird als Klimapionier gefeiert, obwohl Kritiker ihm in seinem sogenannten Dokumentarfilm „An Inconvenient Truth“ übertriebene oder einseitige Darstellung und die Präsentation von wissenschaftlich nicht gesicherten Fakten vorwerfen. Er verwendet Szenarien ohne zeitliche Einordnung, wie u.a. das komplette Abschmelzen der westlichen Antarktis. In diesem Kontext zeigt Gore die Folgen eines ansteigenden Meeresspiegels um mehrere Meter, darunter die Überflutung weiter Teile von New York und New Orleans, ohne den Zeithorizont anzugeben. An britischen Schulen darf der Film seit Oktober 2007 nicht mehr unkommentiert vorgeführt werden. Ein Gericht befand den Film für fehlerbehaftet und verlangte von den Lehrern, bei einer Vorführung auf insgesamt neun vom Gericht benannte Fehler hinzuweisen, unter anderem darauf, dass das Abschmelzen der Gletscher in der Westantarktis und in Grönland nicht „in naher Zukunft“, wie im Film behauptet, die Meeresspiegel dramatisch ansteigen lasse, sondern eher in Jahrtausenden.

Michael Limburg hingegen findet sich unter der Überschrift „Falsche Studien“. Er „leugne“, dass der Mensch Einfluss auf das Klima habe. Die Verwendung des Verbs „leugnen“ in diesem Zusammenhang bedeutet die Diffamierung eines Wissenschaftlers, der lediglich Zweifel am menschengemachten Ausmaß des Klimawandels äußert.

Dem Besucher wird folgende Aussage des IPPC, Third Assessment Report, 2001, S. 774 verheimlicht: „In der Klimaforschung und –modellierung sollten wir erkennen, dass es sich um ein gekoppeltes nicht lineares chaotisches System handelt. Deshalb sind längerfristige Vorhersagen über die Klimaentwicklung nicht möglich.“

Ferner fehlen in der Ausstellung jegliche Hinweise auf falsche Weltuntergangspropheten, deren Erwähnung die Richtigkeit der LWL Perspektive in Frage stellen könnte, dass nämlich die sogenannten Klimaleugner einer Verschwörungstheorie aufgesessen seien und nicht die Befürworter des anthropogenen Klimawandels, die ihre Lobbyinteressen durchsetzen wollen, wie zum Beispiel die Profiteure der sogenannten Energiewende. Hier also die Auflistung einiger Weltuntergangspropheten, die die den Menschen vermittelte Angst vor dem Weltuntergang nutzten, um Naturzerstörung größten Ausmaßes zu rechtfertigen.

  • Club of Rome: Zählt heute zu den Drahtziehern der Fridays for Future Bewegung und prophezeite 1972, dass spätestens 1992 alle Öl- und Gasvorkommen aufgebraucht seien.

 

  • Noel Brown, UN: Verkündet 1989, dass ganze Nationen von der Erdoberfläche gelöscht werden könnten, wenn bis zum Jahre 2000 die Globale Erwärmung nicht rückgängig gemacht werde.

 

  • IPPC: Sagt im Jahre 2007 voraus, dass, wenn es bis 2011 keine durchgreifenden Maßnahmen gebe, die Welt unrettbar verloren sei.

 

  • Prince Charles: Er glaubt im Jahre 2009, dass die Menschheit nur noch 96 Monate habe, um die Welt vor dem unwiederbringlichen Zusammenbruch des Öko- und Klimasystems zu retten.

 

  • Laurent Fabius: Im Jahre 2014 behauptet er, wir hätten nur noch 500 Tage, um das Klimachaos zu vermeiden.

 

Schaut man sich also die für Verschwörungstheorien geltenden Konstanten an und bezieht sie auf das, was die Ausstellung unter „Klimaschwindel“ fasst, stellen sich erhebliche Zweifel ein an der vom LWL gewählten Darstellungsweise.

Eben solche Zweifel stellen sich beim Thema „Lügenpresse“ ein. Unter der Überschrift „Gelenkte Medien?“ wendet sich die Ausstellung der Lügenpresse zu. Als Verschwörungsvorwurf wird beschrieben, dass die Medien durch die Regierung gesteuert würden und absichtlich Tatsachen fälschen oder manipulieren.

Die Ausstellung liefert keinerlei Hinweis, dass durch die Digitalisierung zumindest die Printmedien unter erheblichen finanziellen Druck geraten. Sparmaßnahmen in den Redaktionen führen zu Qualitätsverlusten und zu Schlampereien bei der Recherche. Als Beispiel sei der Name Relotius genannt, der in der Ausstellung aber keine Rolle spielt, ebenso wenig wie die sich ändernden Arbeitsbedingungen für Journalisten.

Es fehlt auch jeder Hinweis auf die Ziffer 12.1 des Pressekodex, der zusammen mit einigen anderen faulen Ausreden die Wahrheit vor dem Wahlvolk verbergen soll:

„In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen
Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“

Die Berichterstattung unserer Monopolmedien zu zahlreichen Bluttaten im Lande beweist, dass dieser Pressekodex konsequent genutzt wird, um die Auswirkungen der Massenmigration zu vertuschen. Das Staatsvolk darf nicht wissen, dass massenhaft Menschen ins Land gelassen wurden und immer noch werden, die alleine schon aufgrund ihres Geschlechts, ihres Alters und ihrer sozialen Herkunft deutlich häufiger zu schweren Gewaltverbrechen neigen als der Bevölkerungsdurchschnitt.

 

Der Ausstellungsbesucher soll durch Vorenthalten wichtiger Informationen also in seinem Denken manipuliert werden. Man nimmt ihm die Entscheidung ab, was er für Tatsachen und was er für Verschwörung halten soll. Außerdem werden irgendwelche absurden Gerüchte (Gedankenkontrolle, Echsenmenschen, Chemtrails, Fluoride) in einen Topf geworfen mit echter und begründbarer Skepsis, um letztere damit lächerlich zu machen, eine einfache aber sehr verfängliche Strategie. Hält man den Ausstellungsbesucher für zu dumm? Warum informiert man nicht umfassend und sachlich richtig? Dann hätte der aufgeklärte Besucher die Chance gehabt, sich seine Meinung zu bilden und abzuwägen, was er für wahr und was er für gelogen halten will und der Besucher hätte das Gefühl vermittelt bekommen, dass man ihn ernst nimmt. So aber fühlt er sich verhöhnt, denn Faktendiskussion wird gezielt zur Verschwörungstheorie umgedeutet.

 

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